Trinkwasser durch Umkehrosmosetechnik – Die Funktionsweise einer Osmoseanlage

Sauberes Wasser dank Osmose

Die Osmosefilter-Technologie ist ein von der Nasa, bereits in den 60er Jahren, entwickeltes Verfahren zur Gewinnung von Trinkwasser. Hierbei wird belastetes Leitungswasser in nahezu schadstofffreies Trinkwasser umgewandelt. Die seit 20 Jahren weltweit genutzte Technologie wurde von der Natur abgeschaut. So benutzen beispielsweise Pflanzen dieses Verfahren zur Wasseraufnahme von den Wurzeln bis in die Spitzen. Eine perfektionierte Anwendung der Osmose zeigt der Mangrovenbaum. Dieser kann sogar salzhaltiges Wasser aufnehmen, da seine Zellen einen höheren Salzgehalt besitzen und somit das Salzwasser gefiltert wird.
Das Osmose-Prinzip ist ein Nanofiltrationsverfahren. Die Ausgangssituation sind zwei Lösungen mit unterschiedlicher Ionen-Konzentration, welche durch eine halbdurchlässige Membran getrennt sind. Die Ionen versuchen einen Konzentrationsausgleich zu erlangen. Das bedeutet, dass die Ionen auf der hoch konzentrierten Seite auf die niedrig konzentrierte Seite gelangen wollen. Da die Poren der Membran nur kleinste Moleküle durchlassen, können die Ionen die Wand nicht einfach durchdringen. Nun fließen die Wassermoleküle von der niedrig konzentrierten Seite auf die Seite mit der hohen Konzentration. Bei der Umkehrosmosetechnik wird dieses Prinzip umgekehrt.

Auf der hoch konzentrierten Seite befindet sich das Leitungswasser. Hier wird ein Druck aufgebaut. Dadurch wird das Leitungswasser gegen die Membran gedrückt. Die Wassermoleküle durchdringen die Wand, während die unerwünschten Stoffe, aufgrund ihrer molekularen Größe, zurück bleiben. Unerwünschte Stoffe sind beispielsweise Nitrat, Schwermetalle, Kunststoffe, Blei, Chlor und Medikamentenrückstände. Nun befindet sich nahezu reines Wasser auf der Gegenseite. Das Wasser wird von Viren Bakterien und sogar von radioaktiven Stoffen befreit. Die Schadstoffe werden über das Abwasser entfernt. Da ständig neues Leitungswasser nachfließt produziert die Osmoseanlage immer sowohl Trinkwasser als auch Abwasser.
Mithilfe eines Osmosekraftwerkes ist es sogar möglich, an Stellen wo Süß- und Salzwasser aufeinandertreffen, durch osmosischen Druck Strom zu gewinnen. In diesem Fall werden das Süßwasser der Flüsse und das Meerwasser durch eine Membran getrennt. Das Süßwasser fließt durch die Membran auf die andere Seite, bis der Salzgehalt gleich ist. Hierdurch wird der osmotitische Druck produziert. Dieser Druck ist in der Lage eine Turbine anzutreiben, welche wiederum Strom erzeugt.
Eine Osmoseanlage nutzt also ein von der Natur bewährtes Prinzip der Natur. Die Umkehrosmose Membran ist das Herzstück dieser Anlage und das zurzeit mit unübertroffener Filterfeinheit das beste Wasserfiltersystem auf dem Markt. Sie wird auch bei der NASA, zum Umwandeln von Urin in sauberes Trinkwasser, oder beim Militär, um verschmutztes Wasser in gesundes Trinkwasser umzuwandeln, benutzt. Mit dieser Anlage erhält man deutlich schadstofffreieres Trinkwasser als in im Handel verkäuflichen Wasserflaschen angeboten. Das Ergebnis der Osmosefilter- Technologie lässt sich mit destilliertem Wasser vergleichen. Tatsächlich sind Destillation und Osmose die einzigen Verfahren zur Trinkwassergewinnung, welche nicht auf bestimmte Schadstoffe spezialisiert sind. Jedoch ist das Wasserfiltrationsverfahren, durch einen deutlich niedrigeren Stromverbrauch, sowohl ökologisch als auch finanziell die bessere Wahl um reines Trinkwasser zu gewinnen.